Druck auf illegale Moto-Crosser im Landkreis wächstOrdnungsämter, sollen Sünder aufspüren / Polizei soll Kontakt aufnehmen / Amt will legalen Motorsport unterstützenMeiningen/ Druck auf die Illegalen Moto-Crosser im Landkreis Schmalkalden-Meiningen wächst nach zwei Der Beratungsrunden im Landratsamt wurden nun konkrete Maßnahmen festgelegt die innerhalb der nächsten Wochen zu Ergebnissen führen sollen.>Allerdings soll der Schwerpunkt des Handelns präventiven Charakter haben, betonte Harald Bernhardt, im Landratsamt für Ordnung und Sicherheit zuständig, Das Problem ist seit längerem bekannt und beschäftigt zahlreiche Behörden: Illegale Moto-Crosser rasen durch Wald und Flur, hinterlassen dort enorme Schäden. Nicht weniger schlimm die Lärmbelästigung für 'Mensch und Tier, von den strafrechtlich Dimensionen einmal ganz abgesehen. Mit den nicht zugelassenen und nicht haftpflichtversicherten Maschinen, wird in vielen Fällen nicht nur abseits des öffentlichen Verkehrsraumes gefahren -irgendwie muß man ja auf die Piste kommen ...>Die Häufung von Beschwerden führte vor einigen Tagen zu einer Gesprächsrunde bei Landrat Ralf Luther. An dieser nahmen. neben Harald Bernhardt auch ein Vertreter der Polizeidirektion Suhl, des Forstamtes Schwarza und der Abteilungsleiter Umwelt im Landratsamt, Wolfgang Kämpf, teil . Wir waren uns dabei einig, daß eine repressive Verfolgung im speziellen Einzelfall sehr schwierig ist. Die Täter sind mobil und schnell. Sie auf frischer Tat zu stellen, ist fast unmöglich", erklärte Bernhardt. Man habe sich daher auf Vorschlag der Polizeidirektion geeinigt, vorerst mehr auf Prävention zu setzen.Nicht nur Appelle an die Vernunft Bei bloßen öffentlichen Bekundungen und allgemeinen Appellen an die Vernunft der Cross-Rowdys will man es aber nicht bewenden lassen. "Wir werden alle Ordnungsämter in Gemeinden, Städten und Verwaltungsgemeinschaften auffordern, uns zu melden, ob und wo in ihrem Zuständigkeitsbereich illegal Moto-Cross betrieben wird. Dabei wollen wir detaillierte Angaben zu dem bisher wahrgenommenen Täterkreis haben", erklärte der Abteilungsleiter. Entsprechende Schreiben sind bereits auf dem Weg. Die so gesammelten Daten sollen im Landratsamt ausgewertet und dann der zuständigen Polizeidienststelle übergeben werden. Beamte suchen dann die Täter auf und belehren sie über die gesetzlichen Grundlagen. Eine Strafverfolgung soll in dieser Phase noch nicht stattfinden. Sinn und Zweck ist vielmehr, Möglichkeiten aufzuzeigen wie dem Sport legal nachgegangen werden kann", stellt Harald Bernhardt heraus.> Auf diese Verfahrensweise einigte man sich bei einem weiteren Treffen, das am Mittwoch vergangener Woche im Landratsamt stattfand. Mit am Tisch saßen diesmal Vertreter sämtlicher Ordnungsämter sowie von Motorsportvereinen, darunter Michael Thelen vom Motorsportclub (MSC) Walldorf / Werra. "Von ihm gab es das klare Signal, daß der Verein den eingeschlagenen Weg zur Verhinderung des illegalen Moto-Crossens tatkräftig unterstützen wird" so Bernhardt, der noch einmal betonte: "Das Landratsamt wird alles tun, um im Rahmen der uns zur Verfügung stehenden Mittel den legalen Motorsport zu unterstützen." Fruchten all diese präventiven Maßnahmen nicht, müsse man die Situation aber neu überdenken. Dann wird es großflächige Kontrollen geben." (Freies Wort vom 20.06.2001) 59 illegale Moto-Crosser im Landkreis bekanntPolizei und Verein suchen Betroffene auf / BelehrungenVon Ralph W. Meyer Meiningen. Insgesamt 59 Moto-Crosser, die diesem Sport illegal in Wald und Flur des Landkreises Schmalkalden-Meiningen frönen, bekommen in den nächsten Wochen unangenehmen Besuch. Beim Großteil wird die Polizei vor der Tür stehen und eine unmißverständliche Verwarnung aussprechen. Das wurde vor einigen Tagen bei einem Treffen im Landratsamt festgelegt. An diesem hatten Vertreter der Ordnungsämter aller Verwaltungsgemeinschaften und Städte, der Polizeiinspektion Meiningen, der Abteilung Umwelt sowie des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung des Landratsamtes teilgenommen. Mit dabei waren auch wieder Vorstandsmitglieder des Motorsportclubs Walldorf/Werra (MSC) Dreigeteiltes Ergebnis Ziel war die Auswertung der an alle Gemeinden verschickten F Erfassungsbögen Sie waren aufgefordert worden, alle Erkenntnisse über illegale Moto-Crosser in ihrem Bereich zusammenzutragen und dem Landratsamt zu melden. "Das hat alles reibungslos geklappt", stellte Harald Bernhardt Leiter des Fachbereiches Sicherheit und Ordnung, fest. Bis zum 29. Juli waren alle Informationen fristgerecht eingegangen. Das Ergebnis ist seinen Angaben zufolge dreigeteilt. So gibt es Gemeinden, in denen keine legale Crosser-Szene existieren soll. In anderen wiederum hat man derartige Probleme registriert, kennt aber die Identität der Täter nicht. Die dritte Gruppe von Gemeinden, in denen eine solche Szene existiert, konnte hingegen konkrete Angaben machen. "Auf diese Art und Weise sind uns 59 ausschließlich männliche Personen bekannt geworden" so der FachbereichsIeiter. Dennoch ist er überzeugt, dass dies längst nicht alle sind. "Die Dunkelziffer wage ich nicht zu beschreiben ..." "Ungemach" androhen Die schon zu Beginn der bei- nahe regelmäßigen Treffen festgelegte klare Strategie soll weiter verfolgt werden. So wird der Walldorfer Motorsportclub die ihm bekannten Personen selber ansprechen und belehren. ',Das sind etwa zehn Personen, von denen aber keiner Vereinsmitglied ist" stellte Bernhardt heraus. Den Überwiegenden Teil der Hausbesuche übernimmt die Polizei. "Dabei wird eine Belehrung bezüglich der hier anzuwendenden hohen Regelungsdichte aus Naturschutzgesetz, Thüringer-Wald-Gesetz, Pflichtversicherungsgesetz sowie Straßenverkehrs- und Straßenverkehrszulassungsordnung erfolgen. Gleichfalls ist dabei deutlich zu machen, dass bei weiteren Verstößen größeres Ungemach droht. Und es wird Hinweise geben, wo und wie man dem Sport auf ganz legale Weise nachgehen kann." In zwei Monaten will sich die Runde wieder treffen und eine erste Auswertung vornehmen Bernhardt machte dazu klar: ,je nach Lage der Dinge ergreifen wir darin weitere Maßnahmen. Und wenn es sein muss leiten wir operative Maßnahmen ein, um die Täter zu überführen. Dazu haben die Walldorfer Motorsportler ihre Unterstützung angeboten." Auch Jeeps sind Problem Im Zusammenhang mit den Beobachtungen zu den illegalen Crossern ist ein weiteres Problem aufgetaucht, das nun ebenso konsequent verfolgt werden soll, So sind vermehrt vermeintlich auf 6 km/h gedrosselte in Wald und Flut gesichtet worden- Hier müsse geprüft werden ob diese tatsachlich alle Bedingungen er füllten, ohne Zulassung und ohne Versicherung unterwegs sein zu dürfen "Davon einmal abgesehen ist ihnen nicht erlaubt, quer durch die Wälder zu fahren", macht Bernhardt deutlich, der zudem darauf verweist dass solche Fahrzeuge seit .Januar ein gültiger Führerschein erforderlich ist. Führerschein erforderlich ist. (Freies Wort vom 25.08.2001) |