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| Ein Enduro-Rennen ist eine Geländefahrt mit einem Enduro-Motorrad. Vor
jedem Rennen werden alle Motorräder auf ihre Verkehrstauglichkeit überprüft (alle
Motorrader müssen TÜV haben, zugelassen sein und dürfen einen bestimmten Lärmpegel
nicht überschreiten). Alle wichtigen Teile werden mit einem Farbpunkt markiert, und
dürfen später während dem Rennen nicht mehr ausgetauscht werden (wenn doch gibt's
Strafpunkte). Nach der technischen Abnahme (meist ein Tag vor dem Rennen) kommen die
Motorräder in den 'Parc Ferme', wo diese über Nacht abgestellt werden. Am nächsten
Früh findet der Start statt: immer drei Teilnehmer werden in Minutenabständen auf die,
je nach Kategorie ein bis viermal zu befahrende Runde, geschickt. Für die Teilnehmer
heißt es dann, die Runde (30-60 km), die in einzele Etappen unterteilt ist, in den
Sollzeiten zu durchfahren. Das zu späte, aber auch das zu frühe Einfahren bei den
Zeitkontrollen wird mit Strafpunkten geahndet. An jeder Zeitkontrolle hat der Fahrer einen
gewissen 'Zeitpuffer' in dem er sein Motorrad auftanken kann, kleine Reparaturen
ausführen kann.Weiterhin sind pro Runde 1 oder 3 Moto-Cross-Sonderprüfungen zu
durchfahren, bei denen die Zeit gemessen wird. Wer den markierten Weg verläßt,
notwendige Reparaturen nicht selber erledigt (das Serviceteam darf nur Benzin, Wasser und
Luft nachfüllen, und das Werkzeug reichen), oder makierte Teile (Motor, Felgen, Rahmen
etc.) austauscht, wird disqualifiziert! Bei zweitägigen Rennen wird nach dem ersten Tag
das Motorrad wieder in den Parc Ferme gestellt und es dürfen bis zum 2. Renntag keine
Reparaturen mehr ausgeführt werden. Enduro-Höhepunkt des Jahres sind die Six-Days. Jedes Land stellt bei diesem Wettkampf eine Trophy-Mannschaft. Diese besteht aus sechs Einzelfahrern, die in mindestens vier verschiedenen Hubraumklassen antreten müssen. |
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| Die Enduro-Strecken führen meist über schwierige Waldwege und Pfade, aber auch normale Straßen (Motorräder müssen daher auch zugelassen sein, und den Verkehrsregeln entsprechen). Vergessen wird leider von den Kritikern und Umweltschützern sehr oft, daß wir die gleichen Interessen haben, nämlich möglichst wenig planierte Wege und Pfade - dafür möglichst viel unbeeinträchtigte Natur! Führt bei einer Veranstaltung eine Strecke den Wald, so findet keine flächendeckende 'Umweltzerstörung' statt. Die Geräuschebelastung hält sich aufgrund der niedrigen Geschwindigkeit und der vorgeschriebenen Maximallautstärke (Geräuschpegelmessung bei jedem Motorrad vor dem Rennen) in Grenzen. Die Flora wird durch das Befahren von bestehenden Wegen nicht geschädigt. Wir verbrennen zwar Benzin in unseren Ottomotoren - aber welche anderen Sportarten oder Freizeitaktivitäten kommen ohne Energieverbrauch aus - sei es Strom oder Heizöl für Wärmeerzeugung, etc. | |
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